Er und Sie

Ich traue mich nicht

Ich traue mich nicht

Aber ich sollte

Vergessen

Du tust mir weh

Verschwinde

Lass uns noch ein letzte mal

Nicht miteinander reden

Weg in eine andere Stadt

Mir bleibt nur die Flucht

Alkohol in Massen

Party bis zur endgültigen Erschöpfung

Am nächsten Tag wieder allein

Allein mit mir

Und während ich daheim sitze

Einsam in die leere Blicke

Wäre ich so gern bei ihr

Sicher und in seinen Armen

1 Kommentar 8.6.11 19:49, kommentieren

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April, April!

Die Welt ist hübsch
Die Welt ist bunt
Die Blumen sprießen aus dem Boden
Ja dieser Frühling wird sich lohnen

Die Sonne scheint
Sie lacht uns an
In dieser Zeit kann uns nichts passieren
Jeder ein Gewinner, keiner wird verlieren

Es herscht Frieden
überall Frieden
Wir schmelzen unsere Waffen ein
Das soll ein schöner Monat sein

Hand in Hand
Ein großes Band
Wir spannen es über die ganze Welt
Weil uns jeder hier so gut gefällt

Alle gesund
Keiner krank
Der Giftmüllt ist weg wie nie da gewesen
Nirgendwo Dreck der hier wird verwesen

Kein Hunger
Kein Leid
Die dritte Welt ist aus ihrer Not gerettet
Das war doch klar, hätte jeder drauf gewettet

Kein Sterben
Kein Tod
Ewiges Leben für alles und jeden
Nie wirds wieder Trauer hier geben

Die Welt ist perfekt
Absolut grandios, makelos
Wir habens geschafft die Welt ist perfekt
Tja, beinahe wär hier jeder verreckt

April, April

Sagte ein alter Mann der vorher war ganz still
Nun da die Welt in ihren untergang fiel

April, April

1 Kommentar 1.4.11 00:52, kommentieren

Unsere Welt

Eine Welt die so real ist
Das sie schon fantastisch ist
Eine Welt die so hässlich ist
Das sie schon hübsch ist
Eine Welt die so laut ist
Das sie schon flüstert
Eine Welt die so Schwarz/Weiß ist
Das sie vor Farben nur so Sprüht
Eine Welt so dunkel
Das sie leuchtet
Eine Welt voller netter Worte
Das sie schon weh tun
Eine Welt voller Liebe
Das es hass wird
Eine Welt voller Nähe
und unendlicher Distanz

Eure Welt
Meine Welt

1 Kommentar 24.3.11 17:20, kommentieren

Der Apotheker

Ich habe hier eine Medizin
Sie wird euch heilen von all euren Leiden
Ich werde euch das Geld aus der Tasche ziehn
Kommt hört mir zu und lasst uns kurze Zeit verweilen

Ein wenig Rosenblüten, Knoblauchsaft
Kirschkerne und ein Seidenes Tuch
Daraus schöpfen wir die nötige Kraft
So steht es hier in meinem Buch

Leute lasst euch sagen
Die Stunde eurer Heilung hat geschlagen
Ich werde euch vom Leiden erretten
Wetten?

Etwas Salbei, die Milch einer Kokosnuss
Honigmet und etwas Öl einer Olive
Herlich das wird ein Genuss
Ja das ist meine Devise

Nun noch etwas Wasser, Weihrauch
Ein Kreuz und eine Bibel
Euer Glaube so ist es Brauch
hält euch zusammen wie eine Fibel

Leute lasst euch sagen
Die Stunde eurer Heilung hat geschlagen
Ich werde euch vom Leiden erretten
Wetten?

Jetzt noch ein wenig Mondeslicht
Blut eines Einhorns, Jungfern am See
Ach nein, das war es nicht
Das tut doch eher weh

Nun werfen wir alles in einen Topf
Rühren, Kochen lassen es weilen
Schieß euch eine Kugel durch den Kopf
Hab euch erlöst von eurem Leiden
Ich habs Versprochen
Euer Gold das nehm ich mir auch
Reise ins nächste Dorf
Die brauchen mich auch

2 Kommentare 21.3.11 13:16, kommentieren

Der Parasit

Ein falsches Wort
Und schon lebt er wieder
Der Parasit
Totgeklopft und mit Ignoranz gestraft hat man ihn
Er hat sich so weit zurückgezogen das man ihn für ausgemerzt hielt
Und von jetzt auf gleich, so ganz ohne Vorwarnung
Breitet er sich wieder gänzlich in deinem Bewusstsein aus
Nagt an jeder Ecke und flüstert leise in dein Ohr
"Ich war nie weg, war immer da."
Weder ertränken noch herausschneiden hat einen Sinn.
Er überlebt, in irgendeiner tiefen Ecke die man selbst noch nicht kennt.

So setzt man sich mit ihm hin.
Legt Schallplatten mit Liedern aus vergangner Zeit auf
Und nippt am Glas

Er verführt einen
"Ich bin nicht Feind, doch Freund"
Und gibt man ihm zu lange Oberhand
Sieht man alsbald die Kugel durch den Kopf
Und das Gehirn an der Wand und auf dem Boden verteilt

Ab und an einen mit ihm trinken
Doch dann darf er wieder im Unterbewustsein verschwinden
Man will ihn nicht und brauchen tut man ihn auch nicht

Doch manchmal schon.

3 Kommentare 27.1.11 06:38, kommentieren

Der Kommandant

Blink, blink, blink...nerviger Strich.
Stellt sich meist vor alle Buchstaben.
Man könnte diesen kleinen Strich betrachten wie einen Kommandanten der umherzieht und neue Buchstaben für deine Textarmee rekrutiert.
Zwischenzeitlich geht er durch die Reihen und ruft zur Ordnung. Schickt verletzte Buchstaben zum Sanitäter und ab und an wird der erste eines Wortes in einen höheren Rang erhoben.
Lustigerweise wachsen Buchstaben dann.(an ihren Aufgaben hrhr)

Nervig für den kleinen Aggrodanten sind diese Gruppen von Wortvorstehern die sich zusammenraufen und eigene Gruppen bilden wollen. Für den Kommandanten ergeben diese Vorsteher so direkt hintereinander ersteinmal überhaupt keinen Sinn. Bevor er sich aber auf der Nase herumtanzen lässt ernennt er diese zu Hundetruppen.
So wird aus RIP etwa R.I.P. und aus HDGDL H.D.G.D.L.
Wobei letzeres immer ganz vorn an der Front steht in der Hoffnung das sie draufgehen.

Wer dem Kommandanten jetzt unterstellt er sei böse...hat völlig recht.
Neben seiner boshaften Ader den HDGDL Hundesquad draufgehen lassen zu wollen und seinem ADS welches sich durch ständiges Blinken äussert, ist er eigentlich ein recht verträglicher Kerl der meist genau das tut was man ihm befiehlt.

Nun Herr Strichodant.
Salutieren und weggetreten.

Mfg
Salathar

2 Kommentare 3.11.10 10:40, kommentieren

Kneipenschreiberei

Juche ein Laptop.
Vom Baujahr ausgegangen ist er sicherlich hoch mordern. Kann schon Farbe. Respekt das kann mein MAC nicht.
Wozu ein Laptop?
Bei den vielen Schreibideen und der eigens komponierten Nutzung meines PC's musste ein externes Gerät her auf dem man am besten nichts kann ausser schreiben uns diese Dinge mit ein wenig Glück sogar noch hochladen. Tada, funtzt.
Anstatt als F5-Facebook-Tastenschläger zu enden, hab ich mir einfach ein weiteres sinnloses, arbeitserweiterndes Gerät angeschafft das meine Stromkosten (oder die der anderen ;-)) in die Höhe treibt.
Weils viel cooler rüberkommt steigen nebenher auch noch die Ausgaben für Whiskey und Zigaretten. Sonst lohnt sich doch der ganze Aufwand garnicht. Was wäre man für ein Schreiberling wenn man sich nicht zumindest ein wenig angetrunken fühlt und eine Zigarette nach der anderen anzündet, um sie nach der Hälfte im Aschenbecher als Räucherstäbchen zu vergessen.
Das ganze braucht man natürlich um seine Kreativität anzuregen. Am besten auf einem alten Holzschreibtisch mit haufenweise Bücherregalen im Hintergrund.
Alternativ tuts auch das Sofa oder die nächst beste Kneipe mit halbwegs erträglicher Musik.
Vieleicht ist letzteres sogar das Ideal. Ich meine...wo sonst kann man stundenlang Leute mit unheimlich tollen Geschichten, die von Glas zu Glas übertriebener werden, beim saufen zuschauen?
Am geeignetsten dafür wäre vieleicht eine Bahnhofskneipe. Themen wie Sex, Drogen und die Bahnhofsnutte sind da bestimmt der totale Bringer. Darüber wollte ich aber garnicht schreiben.
Kneipen direkt am Rathaus sind am besten dafür geeignet den neusten politischen Klatsch aufzufangen. Aber wer will schon so detailliert wissen wie hart der verrunzelte Bürgermeistert die junge Praktikantin nun rangenommen hat.
Eckkneipen...ja, Eckkneipen. Machen wir da einfach n Kreuz hinter und weiter.
Starbucks und Woyton. Was soll ich sagen? Leute die sich einfach gemütlich in ein Cafe setzen wollen um eventuell ein wenig inspiration zu haschen oder den Tag ausklingen zu lassen findet man hier nicht. Diese Einrichtungen gehöreb der arbeitenden oder strebsam lernenden Gemeinschaft von Studenten und Bankangestellten.
Theaterkneipen oder jene die direkt vor einer Oper stehen. Nun, nirgends wird man so viel falsches und geheucheltes Zeug hören und sehen. Meine güte niemand würde sich darüber beschweren schließlich haben eben kene Leute das jahrelang gelernt.
Womit wir bei Kultur und Kunstkneipen wären. Also das K von Kunst hat gewiss etwas rebellisches. Der Erfinder dieses Buchstaben hat dabei bestimmt an Dinge gedacht wie, Krieg, Krankenhausreif, Kritik, Katastrophe oder Konjunktiv. Ihr wisst garnicht wie rebellisch diese Konjunktive sein können.
Die Auffangkneipen. (oder auch 23-Stunden Kneipen)
Setz dich da mal mit deiner "Schreibmaschine" hin. Bevor dein erstes Bier überhaupt gezapft ist sitzt du auf der Straße. Mit gebrochenem Schreiberherzen und deinem Werkzeug rektal eingeführt.
Tabledance Schuppen.
Kontraproduktiver gehts eigentlich gar nicht mehr. Ihr sollt schreiben nicht glotzen.
In Tavernen sollte man so auch nicht gehen. Dann nimm lieber deinen Block und den Bleistift mit oder willst du stundenlang erklären das dies kein Dämon aus der Zukunft ist?
Discotheken hab ich mal ausprobiert ist aber zu anstrengend wenn man die ganze Zeit mithüpft.
In Dorfkneipen geht man dreimal. Beim ersten mal wird man schief angeschaut. Das zweite mal schaut man schief zurück und das dritte mal ist dein Bier vergiftet.

Nun, und weil wir die ultimativ richtige Kneipe zum schreiben nicht finden können. Leben wir davon das es überall absolut unterschiedlichste Charaktere gibt die uns inspirieren, neues sinnfreies Zeug zu schreiben. In Dorfkneipen nur zweimal und bei Starbucks nur wenn man damit Geld machen will. (Wärend man an den Preisen arm wird.)

MfG
Euer Salathar

Nachruf
Diesen Nachruf widme ich den vier Zigaretten und dem Glas Whiskey die beim schreiben dieses Textes ums Leben gekommen sind.

Danksagung
An Ravon, der mir freundlicherweise diese "Schreibmaschine" zur verfügung stellt.
An Tom, der zumindest für diesen Text die Stromkosten bezahlt.
Ans Senkorn, weil er mich erträgt. Auch wenn ich kurz nachdem er eingeschlafen ist noch ne SMS schreibe.
An "One Eye Open", die mir mit ihrer Musik, wenn auch nicht bewusst, den Abend retteten.

1 Kommentar 3.11.10 10:26, kommentieren