Zwieschrift - Der Andere

Ich hebe die Hand
Du hebst die Hand
Ich drehe mich zur Seite
Du tust es mir gleich
Ich schließe kurze Zeit die Augen
Öffne sie und du bist immernoch da

Du bist mir so ähnlich
Und doch so gänzlich anders

Wir starren uns an
Atmen im gleichen Takt
Wir begrüßen uns mit einem Nicken
Ist meine Welt
Wie deine Welt?
Existierst du überhaupt?

Wir sind völlig verschieden
Und doch eins

Du lächelst
Ich möchte weinen
Du lachst
Ich mag schreien
Du machst
Aber ich will nicht

Dein Gesicht gleicht meinem
Deine Gesten wieder meinem Willen

Ich berühre deine Haut
Kalt und glatt
Du imitierst mich
Dein Lächeln ist falsch
Da ist eine Frau hinter dir
Sie schüttelt mit dem Kopf


"Schatz, ich muss mir die Haare machen, lass mich auch mal an den Spiegel!"



29.6.10 11:23

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ophelia / Website (12.7.10 11:37)
Sehr schöner Text. Erinnert mich ein wenig an ein Lied in dem es heißt:
"Wenn du heute vor mir stehst
Und ich in deine Augen seh
Macht alles Sinn
Denn ohne deinen Schmerz
Hätte ich nie die Kraft gefunden
So zu sein wie ich heute bin"
Ist ein Zwiegespräch mit dem Spiegelbild (Unheilig - Spiegelbild). Ausserdem erinnert mich der Beitrag an den Text "Die Andere" auf meiner Seite.
Liebe Grüße, Ophelia


koili.bri / Website (14.7.10 04:59)
Ola, gefällt!
Schön überraschend.
(Weitere, gerade fehlende Worte werden nachgereicht)


Lién / Website (18.8.10 01:58)
Ich mag diesen Text. Es ist nicht das was man am Anfang erwartet, es ist besser
Liebste Grüße,
Lién

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