Kneipenschreiberei

Juche ein Laptop.
Vom Baujahr ausgegangen ist er sicherlich hoch mordern. Kann schon Farbe. Respekt das kann mein MAC nicht.
Wozu ein Laptop?
Bei den vielen Schreibideen und der eigens komponierten Nutzung meines PC's musste ein externes Gerät her auf dem man am besten nichts kann ausser schreiben uns diese Dinge mit ein wenig Glück sogar noch hochladen. Tada, funtzt.
Anstatt als F5-Facebook-Tastenschläger zu enden, hab ich mir einfach ein weiteres sinnloses, arbeitserweiterndes Gerät angeschafft das meine Stromkosten (oder die der anderen ;-)) in die Höhe treibt.
Weils viel cooler rüberkommt steigen nebenher auch noch die Ausgaben für Whiskey und Zigaretten. Sonst lohnt sich doch der ganze Aufwand garnicht. Was wäre man für ein Schreiberling wenn man sich nicht zumindest ein wenig angetrunken fühlt und eine Zigarette nach der anderen anzündet, um sie nach der Hälfte im Aschenbecher als Räucherstäbchen zu vergessen.
Das ganze braucht man natürlich um seine Kreativität anzuregen. Am besten auf einem alten Holzschreibtisch mit haufenweise Bücherregalen im Hintergrund.
Alternativ tuts auch das Sofa oder die nächst beste Kneipe mit halbwegs erträglicher Musik.
Vieleicht ist letzteres sogar das Ideal. Ich meine...wo sonst kann man stundenlang Leute mit unheimlich tollen Geschichten, die von Glas zu Glas übertriebener werden, beim saufen zuschauen?
Am geeignetsten dafür wäre vieleicht eine Bahnhofskneipe. Themen wie Sex, Drogen und die Bahnhofsnutte sind da bestimmt der totale Bringer. Darüber wollte ich aber garnicht schreiben.
Kneipen direkt am Rathaus sind am besten dafür geeignet den neusten politischen Klatsch aufzufangen. Aber wer will schon so detailliert wissen wie hart der verrunzelte Bürgermeistert die junge Praktikantin nun rangenommen hat.
Eckkneipen...ja, Eckkneipen. Machen wir da einfach n Kreuz hinter und weiter.
Starbucks und Woyton. Was soll ich sagen? Leute die sich einfach gemütlich in ein Cafe setzen wollen um eventuell ein wenig inspiration zu haschen oder den Tag ausklingen zu lassen findet man hier nicht. Diese Einrichtungen gehöreb der arbeitenden oder strebsam lernenden Gemeinschaft von Studenten und Bankangestellten.
Theaterkneipen oder jene die direkt vor einer Oper stehen. Nun, nirgends wird man so viel falsches und geheucheltes Zeug hören und sehen. Meine güte niemand würde sich darüber beschweren schließlich haben eben kene Leute das jahrelang gelernt.
Womit wir bei Kultur und Kunstkneipen wären. Also das K von Kunst hat gewiss etwas rebellisches. Der Erfinder dieses Buchstaben hat dabei bestimmt an Dinge gedacht wie, Krieg, Krankenhausreif, Kritik, Katastrophe oder Konjunktiv. Ihr wisst garnicht wie rebellisch diese Konjunktive sein können.
Die Auffangkneipen. (oder auch 23-Stunden Kneipen)
Setz dich da mal mit deiner "Schreibmaschine" hin. Bevor dein erstes Bier überhaupt gezapft ist sitzt du auf der Straße. Mit gebrochenem Schreiberherzen und deinem Werkzeug rektal eingeführt.
Tabledance Schuppen.
Kontraproduktiver gehts eigentlich gar nicht mehr. Ihr sollt schreiben nicht glotzen.
In Tavernen sollte man so auch nicht gehen. Dann nimm lieber deinen Block und den Bleistift mit oder willst du stundenlang erklären das dies kein Dämon aus der Zukunft ist?
Discotheken hab ich mal ausprobiert ist aber zu anstrengend wenn man die ganze Zeit mithüpft.
In Dorfkneipen geht man dreimal. Beim ersten mal wird man schief angeschaut. Das zweite mal schaut man schief zurück und das dritte mal ist dein Bier vergiftet.

Nun, und weil wir die ultimativ richtige Kneipe zum schreiben nicht finden können. Leben wir davon das es überall absolut unterschiedlichste Charaktere gibt die uns inspirieren, neues sinnfreies Zeug zu schreiben. In Dorfkneipen nur zweimal und bei Starbucks nur wenn man damit Geld machen will. (Wärend man an den Preisen arm wird.)

MfG
Euer Salathar

Nachruf
Diesen Nachruf widme ich den vier Zigaretten und dem Glas Whiskey die beim schreiben dieses Textes ums Leben gekommen sind.

Danksagung
An Ravon, der mir freundlicherweise diese "Schreibmaschine" zur verfügung stellt.
An Tom, der zumindest für diesen Text die Stromkosten bezahlt.
Ans Senkorn, weil er mich erträgt. Auch wenn ich kurz nachdem er eingeschlafen ist noch ne SMS schreibe.
An "One Eye Open", die mir mit ihrer Musik, wenn auch nicht bewusst, den Abend retteten.

3.11.10 10:26

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